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Farbkreis nach Itten![]() Im Kunst- und Designbereich orientiert sich die Farbgestaltung am menschlichen Farbempfinden, welches mit der physikalischen Beschreibung der Farben nicht übereinstimmt. Das Kontrastverhältnis zwischen unterschiedlichen Farben und deren Wellenlängen ist über das Spektrum der Farben hinweg verschieden. Wenn man zum Beispiel zwischen zwei Gelbtönen eine minimale Abstufung erreichen möchte, muss man die Wellenlänge des Lichtes viel geringer variieren als bei zwei Rottönen, damit man eine gleichgroß empfundene Stufe erzielt. Auch wenn sie physikalisch dieselbe Energie haben, werden Farben unterschiedlich hell wahrgenommen. Gelb wirkt daher heller als blau. Mit unterschiedlicher Stärke wird auch die Farbigkeit anders wahrgenommen. Gelb wirkt farbiger als violett. Eine in der Farbtheorie angewandte Darstellungsform der Anordnung von bunten Farben zu einem Kreis ist der präzise Bunttonkreis – der Farbkreis. Nach Erfahrungen und Anforderungen der Kunstpädagogik wurde der Farbkreis nach Johannes Itten entwickelt. Dieser wird durch das Mischen von Malfarben erklärt und die Beziehungen zu den Farben untereinander werden hier verdeutlicht. Im 12 teiligen Farbkreis sind die drei Grundfarben Rot, Blau und Gelb der Ausgangspunkt. Man nehme eine rot- und gelbfreies Blau, ein blau- und rotfreies Gelb und ein gelb- und blaufreies rot. Aus diesen festgelegte Grundfarben lassen sich nun alle anderen Farben erstellen. Die Grundfarben stellen die erste Ordnung dar. Aus zwei dieser ersten Ordnung entstehen jeweils die Farben der zweiten Ordnung. Durch das Mischen der Farben der zweiten Ordnung mit den benachbarten Farben erster Ordnung erhält man die Farben dritter Ordnung. Werden die Farben der zweiten Ordnung gemischt, dann erhält man Brauntöne und somit keine reinen Farben mehr, weil diese immer komplementäre Farbmischungen enthalten. Beispiel: Da Rot und Grün komplementär zueinander sind, d.h. im Farbkreis gegenüber zueinander liegen, ergeben Sie braun. |
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